„Die Zugausfälle sind nicht akzeptabel. Wir wollen die Situation für die Fahrgäste schnell verbessern.

In den kommenden Wochen gibt es Veränderungen für den Fahrplan der Frankenbahn, die für Stabilisierung sorgen. Im Rahmen eines Ersatzkonzeptes werden zusätzliche DB-Regio-Doppelstockzüge für Go-Ahead auf der Strecke Stuttgart-Würzburg unterwegs sein. Gemeinsam mit dem Betreiber Go-Ahead konnte damit eine Lösung erreicht werden, die den Fahrgästen rasche Verbesserungen bringt.

 

Verkehrsminister Winfried Hermann MdL: „Wir spüren hier die Auswirkungen des bundesweiten Lokführermangels, welcher den Hauptgrund für die betrieblichen Probleme bei Go-Ahead darstellt. Wir kümmern uns darum, durch zusätzliche Züge die Situation zu entspannen. Nichtsdestotrotz möchte ich mich bei den Fahrgästen und der Region ausdrücklich entschuldigen. Zugausfälle in diesem Ausmaß sind nicht akzeptabel.“

 

Der erste zusätzliche Zug der DB startet auf der Frankenbahn am 2. März, ein weiterer Zug am 10. April. Durch deren Einsatz soll die Personalsituation bei Go-Ahead verbessert und die Verbindungen zuverlässiger werden. Außerdem sollen für die Zeit der Sperrung der Schnellfahrstrecke Mannheim-Stuttgart die Kapazitäten auf der Frankenbahn erhöht werden, da mit zusätzlichem Ausweichverkehr über Würzburg gerechnet wird.

 

Die zweite Akutmaßnahme betrifft nur die Wochenenden, um kurzfristige Zugausfälle zu vermeiden: Im Zeitraum vom 7. März bis zum 9. April ist an Wochenenden der planmäßige Ausfall von sechs Zugpaaren, sowie der Teilausfall eines Zuges vorgesehen (Ausnahme ist das Wochenende 21./22. März, hier gilt ein Baufahrplan). Es bleibt jedoch in beiden Fahrtrichtungen bei einem mindestens zweistündlichen Angebot zwischen Stuttgart Hbf und Würzburg Hbf. Es werden damit die im Dezember hinzugekommenen Fahrplanausweitungen vorläufig zurückgenommen, um den Fahrplan zu stabilisieren.

„Wir setzen darauf, dass diese Maßnahmen den Zugverkehr auf der Frankenbahn weiter stabilisieren“, betont Verkehrsminister Winfried Hermann. „Wir beobachten die Situation jedoch intensiv weiter. Sollte die Entlastung nicht ausreichen, werden wir weitere Maßnahmen einleiten.“

 

Die Maßnahmen im Einzelnen:

Vom 2. März bis zum 9. April werden auf der Frankenbahn die folgenden Go-Ahead-Zugleistungen an den Verkehrstagen Mo-Fr (außer an Feiertagen) auf DB Regio-Doppelstockzüge umgestellt:

19064, Stuttgart Hbf ab: 10:11, Würzburg Hbf an: 12:20

19069, Würzburg Hbf ab: 12:37, Stuttgart Hbf an: 14:53

19074, Stuttgart Hbf ab: 15:05, Würzburg Hbf an: 17:20

19079, Würzburg Hbf ab: 17:38, Stuttgart Hbf an: 19:50

 

Beginnend am 10. April werden auf der Frankenbahn die folgenden Go-Ahead-Zugleistungen täglich auf DB Regio-Doppelstockzüge umgestellt:

19058, Stuttgart Hbf ab: 07:07, Würzburg Hbf an: 09:20

19060, Stuttgart Hbf ab: 08:10, Würzburg Hbf an: 10:20

19063, Würzburg Hbf ab: 09:38, Stuttgart Hbf an: 11:49

19065, Würzburg Hbf ab: 10:37, Stuttgart Hbf an: 12:53

19068, Stuttgart Hbf ab: 12:10, Würzburg Hbf an: 14:20

19070, Stuttgart Hbf ab: 13:14, Würzburg Hbf an: 15:20

19073, Würzburg Hbf ab: 14:37, Stuttgart Hbf an: 16:53

19075, Würzburg Hbf ab: 15:38, Stuttgart Hbf an: 17:49

19078, Stuttgart Hbf ab: 17:11, Würzburg Hbf an: 19:20

19080, Stuttgart Hbf ab: 18:10, Würzburg Hbf an: 20:20

19083, Würzburg Hbf ab: 19:39, Stuttgart Hbf an: 21:53

19085, Würzburg Hbf ab: 20:38, Stuttgart Hbf an: 22:53

 

An den Verkehrstagen Samstag und Sonntag entfallen von 7. März bis zum 9. April folgende Züge:

19052, Lauda ab: 06:42, Würzburg Hbf an: 07:21

19058, Stuttgart Hbf ab: 07:07, Würzburg Hbf an: 09:20

19064, Stuttgart Hbf ab: 10:11, Würzburg Hbf an: 12:20

19068, Stuttgart Hbf ab: 12:10, Würzburg Hbf an: 14:20

19074, Stuttgart Hbf ab: 15:05, Würzburg Hbf an: 17:20

19084, Stuttgart Hbf ab: 20:12, Würzburg Hbf an: 22:20

19091, Heilbronn Hbf ab: 05:57, Stuttgart Hbf an: 06:43

19059, Würzburg Hbf ab: 07:38, Stuttgart Hbf an: 09:57

19063, Würzburg Hbf ab: 09:38, Stuttgart Hbf an: 11:57

19069, Würzburg Hbf ab: 12:37, Stuttgart Hbf an: 14:53

19073, Würzburg Hbf ab: 14:37, Heilbronn Hbf an: 16:11 (Teilausfall, verkehrt im Abschnitt Heilbronn Hbf - Stuttgart Hbf)

19079, Würzburg Hbf ab: 17:38, Stuttgart Hbf an: 19:50

19089, Würzburg Hbf ab: 22:37, Lauda an: 23:17

 

Quelle: Verkehrsministerum BW PM vom 28. Februar 2020

Wie geht es weiter mit dem Bahnverkehr im Land und der Region?

Liebe Bügerinnen und Bürger,

die Fahrt mit der Regionalbahn ist für viele Pendlerinnen und Pendler zur täglichen Herausforderung geworden. Unerreichte Anschlüsse, Verspätungen und Überfüllung, sowie mangelnde Kundeninformation sorgen regelmäßig für große Frustration. Viele Fahrgäste sind unzufrieden und haben berechtigte Fragen.

Welche Maßnahmen werden ergriffen, um Verspätungen und Zugausfälle in den Griff zu bekommen? Wird es eine Entschädigung für Pendlerinnen und Pendler geben? Und wie müssen die Weichen für eine freie Fahrt im öffentlichen Nahverkehr gestellt werden? Um diese und andere Fragen zu diskutieren, laden wir Euch herzlich ein zum Informationsabend:

„Wie geht es weiter mit dem SPNV im Land und der Region?“

am Mittwoch, 25. März 2020, 19:00 Uhr

Zum Bären, Holzgartenstraße 1, 74321 Bietigheim-Bissingen

 

Im Rahmen der Veranstaltung wird es eine Podiumsdiskussion geben, für die wir die folgenden Referenten gewinnen konnten:

Winfried Hermann MdL (Minister für Verkehr Baden-Württemberg)

Max Kaiser (Kaufmännischer Geschäftsleiter Go-Ahead Baden-Württemberg)

Rolf Schafferath (Geschäftsführer Abellio Baden-Württemberg)

Im Anschluss an die Impulsvorträge der Referenten, wird es die Gelegenheit für Fragen der Anwesenden geben. Wir freuen uns auf einen spannenden Abend und laden sie ein mitzudiskutieren.

 

Ortsverband Bündnis 90 / Die Grünen Bietigheim-Bissingen

Daniel Renkonen MdL

Wir gehen die Probleme auf der Schiene an!

Seit Sommer 2019 kommt es im Schienenpersonennahverkehr (SPNV) Baden-Württemberg vermehrt zu Beschwerden aufgrund von Zugausfällen, Verspätungen und zu geringen Kapazitäten.Betroffen sind besonders die Residenzbahn, die Frankenbahn, die Filstalbahn sowie die Breisgau-S-Bahn.Ursache der zuletzt ungewöhnlich hohen Anzahl von Zugausfällen und anderen Komplikationen ist die Übernahme der betreffenden Verbindungendurch neue Betreiberfirmen.

 

Unser Ziel: Ein besseres Angebot und mehr Qualität

Eigentlich ist diese Umstellung eine Erfolgsgeschichte: Nachdem die Landesregierung in Baden-Württemberg jahrelang den Wettbewerb ausgebremstund die Schienennetze zu überhöhten Preisen direkt an die DB Regio vergeben hat, hat ab 2011 das grün-geführte Verkehrsministerium für Wettbewerb auf der Schiene gesorgt.Damit haben wirmehrere hundert Millionen Euro an Steuergeldern eingespart, die in den Ausbau des Angebotes auf der Schiene gestecktwerden:Bis 2025 fahren 20 Prozent mehr Züge, die zudem barrierefrei, klimatisiert und mit kostenfreiem WLAN ausgestattet sind.

 

Anlaufschwierigkeiten bei den neuen Betreiberfirmen

Die neuen Betreiberfirmen haben entsprechend der Anforderungen der Ausschreibungen neue Züge bestellt. Diese Neufahrzeuge wurden zum Teil mit erheblichen Verzögerungen ausgeliefert, weshalb auch ansonsten übliche Testphasen mit den neuen Fahrzeugen vor Inbetriebnahme nicht wie geplant durchgeführt werden konnten. Dazu kommen zahlreiche Mängel wie Softwareprobleme, die schlussendlich zu einer Ausfallquote von bis zu 20 Prozent bei den Neufahrzeugen führen. Als Resultat fallen Verbindungen aus oder könnennur mit geringerer Kapazität –sprich: kürzeren Zügen –bedient werden. Parallel dazu führt der allgemeine Mangel an Fachkräften zu weiteren Zugausfällenund wenig Flexibilität, um Engpässe abzufedern. Obendrein hat die Bundespolitik in den letzten Jahrzehnten überwiegend Politik für das Auto gemacht. Das Schienennetz und die zugehörige Infrastruktur wurden vernachlässigt.Die bekannten Signal-oder Weichenstörungen sind eine direkte Folge. Dieser Rückstand bzw. diese Fehlerquelle lässt sich auch mit einer engagierten Verkehrspolitik auf Landesebene nicht von heute auf morgen beheben.

 

Sofortmaßnahmen gegen Zugausfälle

 

Einrichtung einer Task Force

Das Land hat eine „Task Force“ eingerichtet, bei der die Betreiberfirmen wöchentlich über die aktuelle Lage und notwendige Gegenmaßnahmen berichten müssen. Im Fall von Go-Ahead wurden bereits Maßnahmen ergriffen: So wurden morgendliche IC-Züge für den Nahverkehr geöffnet und ein zusätzlicher Doppelstockzug der DB eingesetzt, um Zugkapazitäten frei zu bekommen. Zudem werden noch für Februar zwei bereits nachbestellte Fahrzeuge erwartet, welche eine weitere Entlastung bringen werden.Die Ausfallhäufigkeit ist bereits deutlich zurückgegangen. Außerdem hat Stadler, einer der Fahrzeughersteller,eine mobile Reparatureinheit beschafft, um den Weg in die Werkstatt zu ersparen und somit die Ausfallquote zu reduzieren.

 

Standby-Lokführer gegen Zugausfälle

Um Zugausfälle aufgrund fehlender Lokführer zu reduzieren, wird das Land an verschiedenen Standorten in Baden-Württemberg entsprechende Personal-Pools aufbauen.Es ist eigentlich die Aufgabe der Verkehrsunternehmen, genügend Personal und eine Reserve bereitzustellen. Die Erfahrungen der vergangenen Jahre zeigen jedoch, dass es daran oft mangelt. Im Interesse der Fahrgäste geht das Landdiesen bundesweit einmaligen und unternehmensübergreifenden Weg, über den sich die Betreiberfirmen Personal kostenpflichtig ausleihen können.

 

Entschädigungszahlen für Pendlerinnen und Pendler

Pendlerinnen und Pendler mit entsprechenden Dauerkarten, die über den gesamten Zeitraum von Juni 2019 bis Januar 2020 auf Strecken mit erheblichen Verspätungen und Zugausfällen unterwegs waren, erhalten auf Antrag eine einmalige Entschädigung, die den Gegenwert einer Monatskarte bzw. Abo-Rate umfasst.

Bündnis für Menschlichkeit Bietigheim-Bissingen

Auf Initative unseres Ortsvorstandes hat sich kurzfristig das Bündnis für Menschlichkeit Bietigheim-Bissingen gegründet.

Nachdem in der Bietigheimer Zeitung am 9. Februar 2019 über eine AfD Veranstaltung im Kornenzentrum berichtet wurden, meldeten sich Bürgerinnen und Bürger bei unserem Vorstandteam mit der Bitte völkisches Gedankengut in unserer Stadt nicht widerspruchlos hinzunehmen. Nach dem Gottesdienst am Sonntag erfuhr unser Sprecher Marcel Hoffmann das auch die Kirchenvertreter/-innen eine Veranstaltung überlegten. 

 

Am 11. Feburar 2019 trafen sich somit auf unsere Einladung hin die politischen Vertreter*innen der FDP, SPD, der Linken, FW, GAL sowie CDU. Bis auf die CDU entschlossen sich alle das Bündnis für Menschlichkeit Bietigheim-Bissingen zu gründen und zu unterstützen. Dank intensiver Arbeit und Engagment aller Beteiligten konnten wir eine Erklärung veröffentlichen sowie eine friedliche Veranstaltung am Kronenplatz durchführen. Zu der Veranstaltung siehe folgende Link: Artikel

Erklärung:

Unsere Stadt und ihre Bürgerinnen und Bürger stehen für Weltoffenheit, Toleranz, Vielfalt, Nächstenliebe und ein soziales Miteinander.

Ob im Gemeinderat, in den Kirchen, im Sport, den Vereinen, bei unseren vielfältigen Kulturangeboten oder den täglichen Begegnungen.

Wir verachten Gewalt, Hass, Diffamierungen sowie Hetze. Wir suchen das Verbindende, diskutieren leidenschaftlich, fair und auf Augenhöhe und respektieren die Verschiedenheit der Menschen.

Vereint in Verschiedenheit gestalten wir unser tägliches Miteinander und gehen die Herausforderungen gemeinsam an.

Die Menschen in ihrer Vielfalt stehen bei uns im Mittelpunkt.

 

Bündnispartner waren: 

ADFC Bietigheim-Bissingen

Bündnis 90 / Die Grünen Bietigheim-Bissingen

CVJM Bietigheim e.V

Daniel Renkonen (MdL)

Dachverband Natur Bietigheim-Bissingen e.V.

Die Linke Bietigheim-Bissingen

Deutscher Gewerkschaftsbund Region Nordwürttemberg

FDP Bietigheim-Bissingen

Freie Wähler Bietigheim-Bissingen

Grün-Alternative-Liste Bietigheim-Bissingen (GAL)

GEW Kreis Ludwigsburg

Grüne Jugend Kreis Ludwigsburg

linksjugend solid Ludwigsburg

Regenbogenleutz Bietigheim-Bissingen

Schwimmverein Bietigheim

SPD Bietigheim-Bissingen

Evangelisch Freikirchliche Gemeinde (Baptisten)

Evangelische Kirchen

Evangelisch methodistische Kirche

Griechisch-orthodoxe Kirche

Katholische Kirchen

Volksmission in Bietigheim-Bissingen